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33. Vertreterversammlung des LIMV im Landhaus Levitzow – unser neuer Vorstand

Veranstaltungstag: 12. Januar 2020
Zeitraum: 10:00 – 13:00 Uhr
Veranstaltungsort: Landhaus Levitzow, An der Landstraße 13, 17168 Sukow-Levitzow

Am 12.01.2020 wurde durch die 33. Vertreterversammlung unser neuer Vorstand gewählt.

Der neue 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Imker M-V e.V. ist Herr Carsten Fischer.

Als 3. Vorsitzender wurde Herr Martin Henze vom Imkerverein Neustrelitz geählt. Unser neuer Beisitzer ist Herr Ernst-Uwe Seefeldt vom Imkerverein Pasewalk.

Herr Volker Kunath bleibt uns als 2. Vorsitzender erhalten.

Wir danken Herrn Ellmann noch einmal für seine umfangreiches Engagement in den vergangenen 8 Jahren.

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Kassengesetz in Kraft getreten

Was müssen Imkereien beachten?  DIB, Wachtberg, 10.12.2019

Bereits 2016 haben Bundestag und Bundesrat das Kassengesetz (Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen) verabschiedet. Während einige Änderungen bereits 2017 beziehungsweise 2018 in Kraft traten, werden mehrere bedeutende Pflichten erst mit dem 01.01.2020 verbindlich. Das Kassengesetz 2020 soll die Einflussnahme auf elektronische Aufzeichnungen mithilfe technischer Mittel verhindern. Was bedeuten die Neuregelungen für Imkereien und sind diese überhaupt betroffen? Unser Rechtsbeirat, Rechtsanwalt Jürgen Schnarr, sagt dazu folgendes:„Das neue Gesetz richtet sich gezielt gegen den Einzelhandel mit viel Bargeldeinnahmen und elektronischen Registrierkassen. Insbesondere Bäcker, Fleischer, Friseure und alle anderen ähnlichen Ladeninhaber in Deutschland müssen deshalb ihre elektronischen Registrierkassen auf ein fälschungssicheres System umstellen.Die Aufzeichnungssysteme müssen ab 2020 durch eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung geschützt werden, damit das Löschen von Umsätzen nicht mehr möglich ist. Die technischen Anforderungen zertifiziert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die technischen Lösungen sollen „technologieoffen und herstellerunabhängig” sein. Diese Unternehmen haben folgendes zu beachten:

•Die neuen Anforderungen an elektronische Registrierkassen gelten ab 1. Januar 2020 nach § 146a Abs. 1 Satz 2 AO. Alle ab diesem Datum neu angeschafften elektronischen Kassensysteme müssen über eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen, die ab dem ersten Tastendruck alle Eingaben in das System unveränderlich und verschlüsselt erfasst. Es gibt eine Nichtbeanstandungsfrist bis 30.09.2020. Auch für bereits bestehende Registrierkassen wird der Einsatz einer technischen Sicherheitseinrichtung verpflichtend, damit digitale Grundaufzeichnungen nicht nachträglich manipuliert werden können. Zuständig für die Zertifizierung ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

•Übergangsfrist! Wer Kassensysteme im Einsatz hat, die nicht mehr nachgerüstet -werden können, hat Zeit bis Ende 2022.

•Geschäfte müssen künftig an jeden Kunden einen Bon ausgeben. Von der Belegausgabepflicht kann man sich bei seinem Finanzamt befreien lassen, etwa wenn man Verkaufsstände auf Wochenmärkten oder Volksfesten hat.

•Seit 2018 haben die Finanzämter die Möglichkeit zur unangekündigten Kassen-Nachschau. Das ist ein eigenständiges Verfahren und kann zusätzlich zur Außenprüfung stattfinden. Bei Verstößen droht hier eine Geldbuße. Dabei ist es egal, welches Kassensystem man hat, also elektronische Registrierkassen oder die offene Ladenkasse, geprüft wird beides. Es ist davon auszugehen, dass Hobbyimker in der Regel nicht betroffen sind. Diese werden mit weniger als 30 Völkern in den meisten Fällen nicht als gewerblich eingestuft.

Hobbyimker benutzen i. d. R. offene Ladenkassen. Diese sind ab 2020 auch weiterhin erlaubt. Es ist jedoch für den Fall einer Steuerprüfung folgendes zu beachten:
Es muss ein täglicher Kassenbericht zur rechnerischen Ermittlung der Tageseinnahmen geführt werden. Dieser muss enthalten:

Kassenendbestand (Ermittlung durch Zählung)

– Kassenendbestand des Vortages

– Bareinlagen+ Ausgaben

+ Barentnahmen

= Tagesseinnahmen.

Im Zweifel sollte ein Imker sich von einem Steuerberater oder dem Finanzamt Auskunft einholen.

Weitere Informationen zu den Neuregelungen unter https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2019-11-19-steuergerechtigkeit-belegpflicht.html. Kontakt: Petra Friedrich, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547, presse@imkerbund.de

Aktuelle Verbandsmitteilungen
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32. Vertreterversammlung des LIMV in Güstrow

Am 09.11.2019 fand in Güstrow die 32. Vertreterversammlung des Landesverbandes statt.

Der Vorstand konnte 110 Delegierte der Vereine und einige Gäste begrüßen. Dr. Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt , würdigte die Imkerei als ein traditionelles, regionales und doch Grenzen überschreitendes Handwerk – das mit und von der Natur lebt: „Imkerei macht uns die Bedeutung von Insekten und Nützlingen in der Natur begreiflich und lehrt uns einen wachsamen Umgang mit der Natur. Dieses Handwerk gilt es zu erhalten und an unsere kommenden Generationen weiterzugeben.“ Er sprach auch die Probleme bei der Vermarktung des Honigs an und wies darauf hin, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel ihren Preis haben und jeder Verbraucher mit seiner Kaufentscheidung darüber abstimmt, wie Lebensmittel erzeugt werden. Bienenhonig kann importiert werden – Bestäubungsleistung nicht.

Der Bauernpräsident D. Kurreck wies darauf hin, dass die Landwirtschaft im Umbruch ist. Die Landwirte möchten bei der Neugestaltung der Landwirtschaft mit einbezogen werden. Sie sind bereit zu Veränderungen, die gemeinsam definiert werden sollten. Er bot nochmals ausdrücklich den Dialog an.
Frau Beckedorf, Chefredakteurin des Deutschen Bienenjournals erläuterte kurz die Beweggründe für ihren Artikel „Imker in der NS-Zeit: Ein dunkles Kapitel „ in der letzten Ausgabe. Die Delegierten waren geteilter Meinung bezüglich der Aussagen. Wichtig ist aber eine Auseinandersetzung mit den Ereignissen dieser Zeit.

Der Vorstand konnte im Rechenschaftsbericht einen weiteren Anstieg der Mitglieder- und Bienenvölkerzahlen vermelden. Der durchschnittliche Völkerbestand pro Imker beträgt jetzt 9,87. Dies ist der niedrigste Wert in der Verbandsgeschichte. Die 307 Imkerinnen im Verband halten durchschnittlich 7,15 Bienenvölker.
Die durch das Land finanzierten AFB-Monitoringergebnisse für 2019 zeigen einen Befall von 2,7% der 183 untersuchten Betriebe. Es ist wichtig, dass dieses Monitoring weiter geführt wird. Der Vorstand konnte auch die beiden neuen Webseiten für den LIMV und das Bienenzuchtzentrum vorstellen. Nach einem sehr guten Honigjahr 2018 ist der Ertrag 2019 für die meisten Imker zufriedenstellend ausgefallen. Die Vermarktungsmöglichkeiten müssen weiter verbessert werden. Hierzu sollen auch die Honigprämierung und der Honigmarkt dienen. Der Honigobmann Hr. Kändler möchte weitere Möglichkeiten mit seinen Länderkollegen besprechen.

Zur Zuchtarbeit der dunklen Biene teilte der Verein Apis mellifera mellifera mit, dass 32 Reinzuchtköniginnen geprüft wurden. Sechs verschieden Linien werden vom Verein gehalten und 25 morphologische Prüfungen erfolgen extern. Die Ergebnisse der Carnica Zucht auf den Belegstellen des Landesverbandes sind sehr unterschiedlich, wie Herr C. Fischer erläuterte. Er rief die Imker auf, die Belegstellen mehr zu nutzen.
Der Landesverband wird auf Beschluss der Vertreterversammlung ein Bienenmobil anschaffen, dass den Imkervereinen und dem Verband für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt wird.

Der Leiter des Bienenzuchtzentrums stellte die Arbeit des BZZ im Berichtszeitraum dar. Schwerpunkt bildet die weitere Modernisierung des Gesamtkomplexes, so dass zum Tag der offenen Tür am 27.06.2020 den Besuchern ein modernes Zucht- und Weiterbildungszentrum präsentiert werden kann.
Nach dem Kassenbericht wurde der Vorstand für seine Arbeit einstimmig entlastet.

Die nächste Vertreterversammlung findet am 12.01.2020 in Levitzow statt.

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Imkern ist kein Honigschlecken – Qualität hat ihren Preis

aktuelle Pressemitteilung:

Nr.277/2019 | 08.11.2019  | LM  |Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Imkerinnen und Imker in Mecklenburg-Vorpommern können auf zwei gute Honigjahre zurückblicken. Im Durchschnitt hat jedes Bienenvolk im Land in dieser Zeit etwa 35 bis 40 Kilogramm produziert. „Das ist ein staatliches Ergebnis“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus anlässlich der morgen (9.11.2019, 9.30 Uhr) in Güstrow stattfindenden Jahrestagung des Landesimkerverband M-V. Zumal die Erträge der Frühtracht wegen des kühlen Frühjahres bundesweit geringer ausgefallen seien. In M-V werden jährlich schätzungsweise 650 Tonnen Honig erzeugt.

Minister Backhaus würdigte die Imkerei als ein traditionelles, regionales und doch Grenzen überschreitendes Handwerk – das mit und von der Natur lebt: „Imkerei macht uns die Bedeutung von Insekten und Nützlingen in der Natur begreiflich und lehrt uns einen wachsamen Umgang mit der Natur. Dieses Handwerk gilt es zu erhalten und an unsere kommenden Generationen weiterzugeben.“

Die Imkerei in Mecklenburg-Vorpommern sei bundesweit anerkannt, betonte der Minister. Mit Torsten Ellmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Imker M-V, sei Mitte Oktober ein Pasewalker mit überwältigender Mehrheit an die Spitze des Deutschen Imkerverbundes gewählt worden. „Das ist ein großer persönlicher Erfolg, zu dem ich ganz herzlich gratuliere. Die Ernennung von Torsten Ellmann zum Präsidenten des größten Bienenzüchterverbandes in Europa mit derzeit rund 121.000 Mitgliedern ist aber auch eine Anerkennung für alle Imker, die hier im Land Großartiges leisten. Ich bin mir sicher, dass er ihnen eine starke Stimme geben wird“, so Backhaus.

Aktuell werden hierzulande etwa 27.000 Bienenvölker von etwa 2.800 Imkern gehalten – der Großteil davon Hobbyimker. Das sind rund 100 Imker und 400 Bienenvölker mehr als im Vorjahr 2018. „Damit setzt sich der positive Trend fort“, freute sich Minister. Probleme zeigten sich allerdings in der Vermarktung des „flüssigen Goldes“: „Viele Honigkäufer beklagen die hohe Preise und wählen preisgünstigere – meist aber auch minderwertigere – Alternativen aus dem Supermarkt. Ihnen kann ich nur mit auf den Weg geben: handgefertigte Qualitätsprodukte aus der Region haben ihren Preis. In den fünf Wochen ihres kurzen Lebens schafft die Arbeitsbiene etwa zwei Teelöffel Honig zu füllen. Um ein handelsübliches 500 Gramm Glas Honig zu füllen braucht es fast 23.000 Bienen, die dafür eine Millionen Blüten anfliegen müssen. Hinzu kommen die vielen handwerklichen Schritte des Imkers. Wir haben es hier mit echter Zeit- und Wertarbeit zu tun. Das müssen die Imkerinnen und Imkern in der Vermarktung immer wieder herausstellen“, unterstrich Backhaus.

Eine andere Herausforderung für die Imkerinnen und Imker im Land seien die die Bienenkrankheiten. „Zum Glück sind in diesem Jahr fast 85 Prozent der Bienenvölker gesund über den Winter und in die neue Saison gekommen. Damit ist die Verlustquote von 15 Prozent nur noch halb so hoch wie in den Vorjahren“, kommentierte Backhaus. Die Hauptursache für das Bienensterben sei die Varroamilbe und der durch sie übertragenen Viren.

Mecklenburg-Vorpommern hat zum Schutz von Insekten, insbesondere der Honigbienen, als erstes Bundesland die Förderung von Blühstreifen und Blühflächen eingeführt, informierte Minister Backhaus. Gegenwärtig nähmen fast 800 Antragsteller mit rund 7.800 Hektar Fläche an diesem Programm teil. Auch Gartenbesitzer, insbesondere die etwa 80.000 Kleingärten des Landes, könnten dazu beitragen, die Trachtlücke zu schließen, indem sie bei der Gestaltung der Gärten auch bienenfreundliche Pflanzen im Blick haben. Hilfestellung gebe der Bienenweidekatalog des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, der auf Initiative von Minister Backhaus im Sommer 2018 als Teil der Insektenschutz-Strategie „Mehr Respekt vor dem Insekt“ veröffentlicht wurde. Zahlreiche öffentliche Flächen in Städten und Dörfern eigneten sich ebenfalls für Bienenweiden. Der Katalog schlägt Bäume, Sträucher und Stauden vor, die neben dem Gestaltungsaspekt auch die Insektenfreundlichkeit berücksichtigen. Rasen könne mit Weißklee durchsetzt werden. Durch den Wettbewerb zur bienenfreundlichen Gemeinde, den das Ministerium in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerufen hat, sollen kommunale Initiativen unterstützt und ausgezeichnet werden.

Auch von den Landwirten erwarte Minister Backhaus einen Beitrag: „Die großflächigen Strukturen müssen aufgebrochen werden, wir brauchen mehr Hecken, Brachen und breite Feldränder. Mecklenburg-Vorpommern muss von einem flächendeckenden Nektarband durchzogen werden“, so Backhaus. Erfreulich sei, dass sich schon heute viele Landwirte zum Beispiel bei notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen mit ortsansässigen Imkern abstimmen. So seien Bienenschäden durch Pflanzenschutzmittel deutlich verringert worden. Zwischen 2010 und 2015 seien jährlich drei bis vier Schäden gemeldet worden. Nur einmal sei ein Insektizid in der Landwirtschaft nachgewiesen worden, zweimal handelte es sich um Biozide gegen Blattläuse, Ameisen oder Fliegen, die aus dem Haus- und Kleingartenbereich stammten.

Die Bienenhaltung in Mecklenburg-Vorpommern wird vom Land umfassend unterstützt. Mit 176.000 Euro werden Projekte zur Verbesserung der Erzeugung und Vermarktung von Honig gefördert (Honigrichtlinie). Das Bienenzuchtzentrum Bantin wird mit rund 200.000 Euro jährlich bezuschusst.

Zum Beitrag des Ministeriums
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Torsten Ellmann zum neuen Präsidenten des Deutschen Imkerbundes e.V. gewählt

Konstanz, 12.10.2019: Heute fand im Bodenseeforum in Konstanz die Jahreshauptversammlung des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.) statt, an der Vertreter aller 19 Mitgliedsverbände teilnahmen. Ein Höhepunkt der Tagung war die Neuwahl des siebenköpfigen Präsidiums, das wesentlich die künftige Verbandspolitik mitbestimmen wird. Im ersten Wahlgang wurde Torsten Ellmann aus Pasewalk zum neuen Präsidenten des größten Bienenzüchterverbandes in Europa mit derzeit rund 121.000 Mitgliedern gewählt.
Der bisherige Amtsinhaber Peter Maske aus Unterfranken trat nach elf Jahren nicht mehr zur Wahl an. Er wurde vom Gremium
in Würdigung seiner hohen Verdienste zum Ehrenpräsidenten des D.I.B. ernannt. Zur Wahl des Präsidenten gab es zwei Kandidaturen.

Torsten Ellmann erhielt 119 der abgegebenen 132 Stimmen.
Der Diplom-Chemiker und pharmazeutisch-technische Assistent ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Als Sohn eines Imkers ist er seit seiner Kindheit eng mit der Bienenhaltung verbunden, bewirtschaftet 20 Bienenvölker und gibt sein Wissen an seinen Sohn weiter, der damit bereits in der dritten Generation imkert.

Ellmann führt seit 2010 den Pasewalker Imkerverein 1878 e.V. Besondere Schwerpunkte
seiner Vereinsarbeit sind die Nachwuchsförderung, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Entwicklung bienenfreundlicher Gemeinden.
Seit 2011 ist er Vorsitzender des Landesverbandes der Imker Mecklenburg-Vorpommern e.V. und gehört damit dem erweiterten Präsidium des D.I.B. an. Von Oktober 2011 bis Oktober 2015 arbeitete Torsten Ellmann bereits als Beisitzer im D.I.B.-Präsidium. Peter Maske gratulierte seinem Nachfolger und sagte, er wünsche sich eine Fortsetzung der sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit, vor allem mit der Politik und Landwirtschaft,
um weitere Verbesserungen für Blüten besuchende Insekten zu erreichen. Auch Ellmann setzt auf Dialog. Er sagte nach seiner Wahl: “Neben der Zusammenarbeit mit allen Naturnutzerverbänden, der Politik, der Industrie und vielen anderen Organisationen steht für mich die Stärkung der imkerlichen Gemeinschaft sowohl nach innen als auch nach außen an vorderer Stelle. Denn nur mit einer starken Stimme wird es möglich sein, im internationalen Rahmen der EU-Mitgliedstaaten Verbesserungen bei der Agrarpolitik, der Sicherheit der Bienenprodukte, der Bekämpfung von Bienenkrankheiten und der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu erreichen.
Ebenso wird die Nutzung neuer Medien, insbesondere im Schulungsbereich, in den kommenden Jahren eine zunehmend wichtige Rolle in unserer Verbandsarbeit spielen, um auch die jüngere Generation im noch stärkeren Maße für die Imkerei zu begeistern und zu qualifizieren.

Das neue Präsidium des Deutschen Imkerbundes e.V.  Ulrich Kinkel, August-Wilhelm Schinkel, Torsten Ellmann, Gabriele Huber-Schabel, Klaus Schmieder, Stefan Spiegl und Dr. Michael Hardt.
Weitere Schwerpunkte werden morgen auf dem Deutschen Imkertag im Mittelpunkt stehen, wie z. B. die Zucht oder die Honigqualität. Diese Themen werden wir nach der Tagung weiter vertiefen.“
Zu den beiden Vizepräsidenten wurden von den Vertretern Klaus Schmieder aus dem Landesverband Badischer Imker e.V. und Stefan Spiegl, Landesverband Bayerischer Imker e.V., gewählt. Als Beisitzer arbeiten außerdem zukünftig Gabriele Huber-Schabel aus Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Hardt aus Sachsen, August-Wilhelm Schinkel aus Weser-Ems und Ulrich Kinkel vom Landesverband Württembergischer Imker im Präsidium mit.
Morgen wird die Jahrestagung mit dem Deutschen Imkertag, der unter der Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner steht, in Konstanz fortgesetzt.

Kontakt: Petra Friedrich, E-Mail dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/0163/2732547

Zum Beitrag des DIB
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Informationen vom LAVES über Tierarzneimittel zur Anwendung bei Bienenkrankheiten

LAVES-Infobrief vom 18. November 2019

Anlassbezogen möchten wir auf folgenden Sachverhalt hinweisen:
In Deutschland dürfen zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten ausschließlich nur Medikamente eingesetzt werden, die in Deutschland zugelassen sind und
damit vollumfänglich den Vorgaben und dem Geltungsbereich des hiesigen Arzneimittelgesetzes entsprechen.
Uns erreichen immer wieder Nachfragen zu Einzelfällen, die uns zeigen, dass hier Aufklärungsbedarf besteht.
Sowohl für Tierhalter als auch für Tierärzte gelten strenge gesetzliche Vorschriften für den Einsatz von Medikamenten bei Tieren. Das deutsche Arzneimittelgesetz (AMG) regelt Anforderungen, Zulassung, Herstellung, Abgabe, Verkehr und vieles mehr zu Human- und Tierarzneimitteln in Deutschland. Diese Vorschriften dienen einerseits der Arzneimittelsicherheit und andererseits der Sicherung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Das AMG enthält im 9. Abschnitt Sondervorschriften für Arzneimittel, die nur bei Tieren angewendet werden. Grundsätzlich darf ein Arzneimittel am Tier (Honigbiene) nur verabreicht werden, wenn es für die jeweilige Tierart (Honigbiene) und die zu behandelnde Krankheit im Geltungsbereich des AMG auch zugelassen ist.

Daraus folgt, dass die Anwendung von allen Tierarzneimitteln verboten ist, die keine Zulassung in Deutschland oder in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum haben. Auch der Import nicht zugelassener Medikamente ist gemäß § 73 (1) des AMG untersagt. Dort heißt es: „Arzneimittel, die der Pflicht zur Zulassung oder Genehmigung nach § 21a oder
zur Registrierung unterliegen, dürfen in den Geltungsbereich dieses Gesetzes nur verbracht werden, wenn sie zum Verkehr im Geltungsbereich dieses Gesetzes
zugelassen, nach § 21a genehmigt, registriert oder von der Zulassung oder der Registrierung freigestellt sind.“

Daraus folgt, dass Medikamente wie nur beispielhaft „AMIPOL-T“ oder „FUMISAN“ in Deutschland weder eingeführt noch Verwendung finden dürfen, denn es wäre ein Verstoß gegen das AMG.

In Deutschland sind für Honigbienen und damit die Imkereien nur Medikamente aus der Gruppe der Varroazide zur Behandlung von Bienenvölkern gegen die Varroose zugelassen. Für keine andere Bienenkrankheit, die auch in Deutschland vorkommen, sind Tierarzneimittel zugelassen. Das gilt insbesondere auch für Antibiotika. Deren Einsatz zur Bekämpfung bakterieller Krankheiten, wie die Amerikanische- und die Europäische-Faulbrut, sind grundsätzlich verboten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Bienen handelt die von Berufs- oder Freizeitimkern gehalten werden, denn es handelt sich bei den Honigbienen um Nutztiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen.

Um Einsatz und Verbleib von Tierarzneimitteln lückenlos nachvollziehen zu können, müssen grundsätzlich Tierhalter (Imker) Aufzeichnungen über die Anwendung bzw. im Fall des Tierarztes auch über die Abgabe von apotheken- und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln führen. Hierfür eignet sich auch für den Imker das ´Bestandsbuch über die Anwendung von Arzneimitteln´. Selbst bei Anwendung freiverkäuflicher Varroazide empfehlen wir deren Dokumentation. So kann im Bedarfsfall, die in der Bienenseuchenverordnung (BienSeuchV) geforderte alljährliche Bekämpfungspflicht gegen die Varroose, sowie der sachgerechte Behandlungszeitpunkt belegt werden. Sie können hierzu aber auch jede andere Form der Dokumentation wählen.

Wer dies Internet-basiert tun möchte, dem empfehlen wir
die Eintragung in unserem Internet Stockkartenmodul “mein Bienenstand” – freizugänglichen unter https://www.meinbienenstand.de/start.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude mit Ihren Bienen und verbleiben mit den besten Grüßen

Dr. Otto Boecking
Martina Janke
Prof. Dr. Werner von der Ohe
LAVES Institut für Bienenkunde Celle
Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle

Unsere Informationsangebote finden Sie unter:
http://www.laves.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=20073&article_id=73177&_psmand=23
Folgen Sie dem LAVES auf Twitter: https://twitter.com/LAVESnds

Infobrief vom 18. November 2019
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Unsere 5 besten der Honigprämierung 2019

Der LIMV konnte bei seiner Honigprämierung 2019 eine erhebliche Steigerung der Teilnehmerzahlen verzeichnen.
Von 19 Honigen konnten 5 mit der Preisklasse I ausgezeichnet werden.
Über diese Preiskategorie für ihre Honiglose konnten sich

C. Rohde (Plau am See),

Familie Theuer (Viereck),

M. Henze (Neustrelitz),

N. Schiborowski (Burg Stargard) und

R. G. Krumrick (Grammendorf) freuen.

Die Zertifikate erhielten diese Preisträger auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) vom Landwirtschaftsminister MV Dr. Backhaus ausgehändigt. C. Rohde konnte sich als Erstplatzierter über den mit 50€ dotierten Preis des Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Rostock freuen.
Die übrigen auf der MeLa anwesenden Teilnehmer wurden durch den Vorstand des LIMV ausgezeichnet und sagten ihre Teilnahme auch im nächsten Jahr zu. Wir wünschen uns, dass die Gelegenheit zum Wettbewerb mit Mehrwert von weiteren Imkern genutzt wird.
Es gibt keine bessere Werbung für unser regionales Naturprodukt.

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Neuer AFB-Sperrbezirk in Mecklenburg-Vorpommern

Neuer AFB-Sperrbezirk in Mecklenburg-Vorpommern

Liebe Imkerinnen und Imker

Bitte beachten Sie den Sperrbezirk im Landkreis Ludwigslust Parchim

Tierhalter, die im Landkreis Ludwigslust-Parchim Bienen halten und der Anzeigepflicht der Bienenhaltung beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Ludiwgslust-Parchim und bei der Tierseuchenkasse bisher nicht nachgekommen sind, haben sich unverzüglich unter den Nummern Tel: 03871 7223901 (VLA) und Tel: 0395 38019992 (TSK) anzumelden.

Der Bienengesundheitsdienst dankt für Ihre Unterstützung!

Landkreis Rostock

Um den Ort 18246 Baumgarten in der Gemeinde Baumgarten wird ein Radius von 3,0 km als Sperrbezirk festgelegt.

Der Sperrbezirk umfasst damit folgende Orte: Baumgarten, Schependorf und Wendorf.

Tierhalter, die im Landkreis Rostock Bienen halten und der Anzeigepflicht der Bienenhaltung beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Rostock bisher nicht nachgekommen sind, haben sich unverzüglich unter der Nummer 03843-75539120 anzumelden.

Anmeldung
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Oxalsäure aus der Apothekenpflicht entlassen

Verordnung  zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung  und der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel vom 26. September 2018

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Bienenweidekatalog Mecklenburg-Vorpommern

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Ihnen den Bienenweidekatalog des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorstellen zu dürfen!

Dieser Bienenweidekatalog richtet sich an alle, denen die Verbesserung des Nahrungsangebotes für Honigbienen, Wildbienen und andere wildlebenden Insekten am Herzen liegt. Land- wie Forstwirte, Haus- und Kleingärtner, Bewirtschafter öffentlicher Flächen und selbst der einzelne Bürger – jeder kann dazu beitragen, die Lebensbedingungen und die Nahrungssituation der Honigbiene und der wildlebenden Insekten hier im Land zu verbessern.
In Mecklenburg-Vorpommern halten aktuell etwa 2.500 Imker rund 25.000 Bienenvölker. Der wirtschaftliche Wert eines Bienenvolkes lässt sich keineswegs allein an dessen Honigleistung bemessen. Vielmehr sind Honigbienen – ebenso wie Wildbienen und andere Wildinsekten – als Blütenbestäuber ein unverzichtbarer Teil des funktionierenden Ökosystems. Mehr als drei Viertel unserer Pflanzenwelt – darunter Nutzpflanzen wie Obst, Gemüse oder Raps – sind auf die Insektenbestäubung angewiesen. Insekten unterstützen mit ihrer Bestäubung Wachstum und Fortbestand von Pflanzen, die Mensch und Tier als Nahrungsgrundlage dienen.
Weil sich die Zahl der wildlebenden Insekten in den vergangenen Jahren drastisch verringert hat, ist ihr Schutz eine äußerst wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Gemeinsam sollten wir alle zur Verbesserung der Bienenweide beitragen. Sie ist Teil unserer Insektenstrategie unter dem Titel „Mehr Respekt vor dem Insekt“.
Der vorliegende Bienenweidekatalog enthält Anregungen für den Anbau solcher Pflanzenarten, die Nektar oder Honigtau und Pollen liefern. Nektar und Honigtau dienen Bienen und Wildinsekten als Energielieferanten, Pollen als Eiweiß- und Vitaminquelle. Die Bienenweide sollte vom Frühjahr an bis in den September hinein für Bienen und Insekten nektar- und pollenreiche Nahrung bereithalten – ein kontinuierliches Trachtfließband gewissermaßen. Nur gut ernährt und gesund können die Blütenbesucher ihre wichtige Aufgabe im Ökosystem erfüllen.

Liebe Leserinnen und Leser,
lassen Sie sich von unserem Bienenweidekatalog inspirieren, auf Ihre Weise zu Arterhalt und Artenvielfalt beizutragen!

Ich danke ausdrücklich dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg,
dessen Bienenweidekatalog für die Entstehung dieser Publikation Pate stand.

Dr. Till Backhaus
Minister für Landwirtschaft und Umwelt
Mecklenburg-Vorpommern