20. März 2020

Uns erreichen unzählige Anfragen zur Versorgung der Bienenvölker unter den absolut

notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der CORONAPandemie.

Maßgeblich sind die offiziellen Erlasse und Allgemeinverfügungen.

Ausgangssperren im Rahmen der Corona-Bekämpfung:

Bisher gibt es noch keine Regelung in Niedersachsen. Tiere müssen allerdings versorgt werden. Unter

den bisherigen Ausgangssperren (z.B. aktuell Freiburg) dürfen Haustiere versorgt werden. So müssen

auch Imker die Möglichkeit haben, ihre Bienenvölker zu betreuen. In der Regel sind die Bienenstände

bei den meisten Imkerinnen/Imkern direkt am Haus oder entfernt von Siedlungen (Distanz zu

anderen Menschen kann gewahrt werden).

Ob Imkerinnen/Imkern eine Ausnahme bei einer Ausgangssperre bekommen, wird sich aus den dann

veröffentlichten Erlassen und Allgemeinverfügungen ergeben und/oder muss bei den zuständigen

Behörden (Gesundheitsamt oder Veterinäramt des Landkreises) erfragt werden.

Allerdings werden Ausgangssperren evtl. zur Folge haben, dass geplante Wanderungen von

Bienenvölkern in andere Landesteile oder über Bundesländergrenzen hinweg nicht durchgeführt

werden können oder ggf. Passierscheine notwendig sind. Auch dies können nur die zuständigen

Behörden vor Ort entscheiden.

Häusliche Quarantäne:

Imker/Imkerinnen, die unter häuslicher Quarantäne stehen, müssen Imkerkollegen bitten, die

Versorgung zu übernehmen. Solidarität in den Imkervereinen ist hier gefragt.

Es geht bei allen derzeitigen Einschränkungen um die Bekämpfung einer Pandemie!

Prof. Dr. Werner von der Ohe, Martina Janke, Dr. Otto Boecking

LAVES Institut für Bienenkunde Celle

Unsere Informationsangebote finden Sie unter: http://www.laves.niedersachsen.de

Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ihr Bieneninstitut Celle

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