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32. Vertreterversammlung des LIMV in Güstrow

Am 09.11.2019 fand in Güstrow die 32. Vertreterversammlung des Landesverbandes statt.

Der Vorstand konnte 110 Delegierte der Vereine und einige Gäste begrüßen. Dr. Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt , würdigte die Imkerei als ein traditionelles, regionales und doch Grenzen überschreitendes Handwerk – das mit und von der Natur lebt: „Imkerei macht uns die Bedeutung von Insekten und Nützlingen in der Natur begreiflich und lehrt uns einen wachsamen Umgang mit der Natur. Dieses Handwerk gilt es zu erhalten und an unsere kommenden Generationen weiterzugeben.“ Er sprach auch die Probleme bei der Vermarktung des Honigs an und wies darauf hin, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel ihren Preis haben und jeder Verbraucher mit seiner Kaufentscheidung darüber abstimmt, wie Lebensmittel erzeugt werden. Bienenhonig kann importiert werden – Bestäubungsleistung nicht.

Der Bauernpräsident D. Kurreck wies darauf hin, dass die Landwirtschaft im Umbruch ist. Die Landwirte möchten bei der Neugestaltung der Landwirtschaft mit einbezogen werden. Sie sind bereit zu Veränderungen, die gemeinsam definiert werden sollten. Er bot nochmals ausdrücklich den Dialog an.
Frau Beckedorf, Chefredakteurin des Deutschen Bienenjournals erläuterte kurz die Beweggründe für ihren Artikel „Imker in der NS-Zeit: Ein dunkles Kapitel „ in der letzten Ausgabe. Die Delegierten waren geteilter Meinung bezüglich der Aussagen. Wichtig ist aber eine Auseinandersetzung mit den Ereignissen dieser Zeit.

Der Vorstand konnte im Rechenschaftsbericht einen weiteren Anstieg der Mitglieder- und Bienenvölkerzahlen vermelden. Der durchschnittliche Völkerbestand pro Imker beträgt jetzt 9,87. Dies ist der niedrigste Wert in der Verbandsgeschichte. Die 307 Imkerinnen im Verband halten durchschnittlich 7,15 Bienenvölker.
Die durch das Land finanzierten AFB-Monitoringergebnisse für 2019 zeigen einen Befall von 2,7% der 183 untersuchten Betriebe. Es ist wichtig, dass dieses Monitoring weiter geführt wird. Der Vorstand konnte auch die beiden neuen Webseiten für den LIMV und das Bienenzuchtzentrum vorstellen. Nach einem sehr guten Honigjahr 2018 ist der Ertrag 2019 für die meisten Imker zufriedenstellend ausgefallen. Die Vermarktungsmöglichkeiten müssen weiter verbessert werden. Hierzu sollen auch die Honigprämierung und der Honigmarkt dienen. Der Honigobmann Hr. Kändler möchte weitere Möglichkeiten mit seinen Länderkollegen besprechen.

Zur Zuchtarbeit der dunklen Biene teilte der Verein Apis mellifera mellifera mit, dass 32 Reinzuchtköniginnen geprüft wurden. Sechs verschieden Linien werden vom Verein gehalten und 25 morphologische Prüfungen erfolgen extern. Die Ergebnisse der Carnica Zucht auf den Belegstellen des Landesverbandes sind sehr unterschiedlich, wie Herr C. Fischer erläuterte. Er rief die Imker auf, die Belegstellen mehr zu nutzen.
Der Landesverband wird auf Beschluss der Vertreterversammlung ein Bienenmobil anschaffen, dass den Imkervereinen und dem Verband für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt wird.

Der Leiter des Bienenzuchtzentrums stellte die Arbeit des BZZ im Berichtszeitraum dar. Schwerpunkt bildet die weitere Modernisierung des Gesamtkomplexes, so dass zum Tag der offenen Tür am 27.06.2020 den Besuchern ein modernes Zucht- und Weiterbildungszentrum präsentiert werden kann.
Nach dem Kassenbericht wurde der Vorstand für seine Arbeit einstimmig entlastet.

Die nächste Vertreterversammlung findet am 12.01.2020 in Levitzow statt.